Das deutsche Gesellschaftsrecht unterscheidet zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die persönliche Haftung der Gesellschafter bei Personengesellschaften. Dementgegen steht die Haftungsbeschränkung bei Kapitalgesellschaften. Diese sind als juristische Personen ein eigenes Rechtssubjekt.

Folgende Gesellschaftsformen zählen zu den Personengesellschaften:

• Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
• Offene Handelsgesellschaft (OHG)
• Kommanditgesellschaft (KG, GmbH & Co. KG)
• Partnerschaftsgesellschaft

Die GbR, auch bekannt als BGB-Gesellschaft, stellt die Grundform sämtlicher Personengesellschaften dar. Grundsätzlich erfolgt die Gründung der GbR durch den Zusammenschluss von mindestens zwei Gesellschaftern zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes. Der Gesellschaftsvertrag kann grundsätzlich formfrei geschlossen werden, d.h. er bedarf keiner Schriftform und nicht der Hinzuziehung eines Notars. Ebenfalls ist zur Gründung der GbR keine Eintragung in das Handelsregister notwendig. Durch eine Eintragung in das Handelsregister nimmt die GbR konstitutiv die Rechtsform der oHG an.

Folgende Gesellschaftsformen zählen zu den Kapitalgesellschaften:

• Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
• Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (UG)
• Aktiengesellschaft (AG)
• Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

Die GmbH ist die in Deutschland am häufigsten gewählte Rechtsform. Sie ist kraft Rechtsform ein Formkaufmann nach § 6 HGB. Im Gegensatz zu den Personengesellschaften, bei denen die Gesellschaft nicht selbst Steuersubjekt ist, sondern die Gewinne den einzelnen Gesellschaftern zuzuordnen sind (Transparenzprinzip), ist bei den Kapitalgesellschaften zwischen der Ebene der Gesellschafter und der Ebene der Gesellschaft zu unterscheiden (Trennungsprinzip). Somit stellt die GmbH eine geeignete Rechtsform für Gesellschafter, die ihre Haftung auf die erbrachten Einlagen beschränken wollen, dar. Grundsätzlich haftet für die Verbindlichkeiten der GmbH das Gesellschaftsvermögen. Im Allgemeinen wird für die Gründung einer GmbH ein Stammkapital in Höhe von mindestens € 25.000,00 benötigt. Eine Ausnahme bildet die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG). Diese kann bereits mit einem Stammkapital von mind. € 1,00 gegründet werden. Trotzdem ist zu beachten, dass die Gründung einer GmbH durch ihre Formvorschriften einen größeren Aufwand darstellt.